30.09.2009

Europarat: Provider sollen für Internet-Inhalte geradestehen

Ich kann’s nicht glauben. Allein schon die Ungenauigkeit der Angaben. Provider sollen für illegale Inhalte geradestehen, um ein kinderfreundlicheres Internet zu schaffen.

1. Die Fürsorgepflicht liegt bei den Eltern!

2. Nicht alle für Kinder ungeeignete Inhalte sind illegal!

3. Sollen also die Provider selbst Filter- und Sperrlisten erstellen, um sicher zu sein?

Bei den Heisekommentaren sagt schon einer: Dann schaltet das Internet doch endlich ab! Irgendwie kann ich da nicht mehr schmunzeln, auch wenn ich genau das tun sollte …

Update: HAHA! Sehr geil: Und die Post haftet für Briefbomben! (Kommentar)

Update: Um die Logik mal nochmal klarzustellen: Ich sehe gerade, dass Fefe das ganz treffend kommentiert.

♦ Die FDP zeigt ihr asoziales Gesicht: FDP warnt Union vor Reform-Tabus

Es darf also keine Tabus geben? … Ich verlinke mal noch das ergänzend.

♦ Ganz ehrlich: Mir tun die Eltern ja leid, die ihre Kinder bei Amokläufen verloren haben. Aber es reicht jetzt echt. Die sollen sich verdammt nochmal wieder verpissen und ihr Leben weiterleben. Ich kann diesen Dreck nicht mehr lesen! Der „Expertenkreis Amok“ fordert nach der Vorlage ihres Abschlussberichtes ein Killerspielverbot und Internetsperren. Wie bescheuert sind die? Allein die Besetzung entlarvt diesen „Expertenkreis“ schon als Versammlung von Populisten. Was macht Hinterbliebene zu Experten? Wo … bleibt da die Neutralität. Jaha, und Politiker sind auch dabei. Das sind EXPERTEN! Die haben von den Problemen der Jugend so viel Ahnung wie Al Bundy von einer langen Nummer!  Ich hab mir den Mist noch nicht durchgelesen. Mir reicht schon erstmal die Zusammenfassung. …

Update: Ich kämpf‘ mich gerade ein bisschen durch den Quatsch. An der Stelle kann man aufhören, zu lesen:

(Die Täter verfügen) zum Teil über enorme Treffsicherheit durch Einübung mit scharfen Waffen oder bestimmten Computerspielen.

Update: Noch bei Golem entdeckt:

Der Abschlussbericht empfiehlt dem Land Baden-Württemberg, „den Bund aufzufordern, das Verbot von gewaltverherrlichenden Darstellungen, vor allem bei Computerspielen (off- und online), durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken auszudehnen.“

Das ist überhaupt nicht notwendig. Gewaltverherrlichende Inhalte sind schon heute verboten. Da muss nix geändert werden. So was Dämliches!
♦ Ja, genau! Jetzt fordern Populisten sachliche Diskussionen. Die „killerspielfreie Schule“ kriminalisiert erstmal unzählige Spieler und wundert sich dann, dass die Reaktionen heftig sind. AHAHAHAHAHAHA! Einfach nur noch lächerlich. Und dabei zeitgleich so unendlich traurig …

Update: Der Typ ist so dämlich. Ist mir jetzt erst aufgefallen:

Konkret heißt das, dass in solchen Spielen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bekommen, in die Rolle eines Täters (›Ego Shooter‹) zu schlüpfen und Gewalttaten der wüstesten Art zu begehen.

Dann sind die ganzen anderen Spiele ja okay. Man schlüpft nur in Ego Shootern in die Rolle des Täters. Wie war das? Herr, lass‘ Hirn regnen!

♦ Ich bin ja kein Titanic-Liebhaber, aber das ist super:

FDP stellt Bedingungen

Guido Westerwelle stellt eine Bedingung, ohne deren Erfüllung er den Außenministerposten nicht annehmen möchte: Entweder er muß keine Staatsbesuche in Ländern abhalten, in denen nicht deutsch gesprochen wird, oder er bekommt einen vom Bund bezahlten Englischkurs (Grundstufe1).

Hehe …

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2 Antworten to “30.09.2009”

  1. Hast du den „Experten“-Bericht etwa ganz gelesen? Ich konnte das nicht über mich bringen.
    Dass die FDP auf so massiven Wiederstand stößt, sollte mich nicht überraschen, aber Sorgen machts mir trotzdem.

  2. kreuzundquerdenker Says:

    Ich habe Teile gelesen. Ist stellenweise schon ganz richtig, aber allgemein kann man den Bericht einfach als populistischen Müll ignorieren. Sehr, sehr ärgerlich, was da an Quatsch drinsteht.

    Gruß

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