25.10.2009

♦ Um das mal endgültig abzuhaken: Hier hat jemand nochmal diese Neo-Bücherverbrennungsaktion zusammengefasst. Ich verlinke das auch eigentlich nur, weil im Infofeld die anderen passenden Links sind. Thema abgehakt …

♦ Bleiben wir mal direkt bei Spielen: Während Schwarz-Rot ein Verbot von „Killerspielen“ wollte, taucht im neuen Koalitionsvertrag nichts davon auf. Also eine klare Verbesserung. Dort heißt es nur:

“Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Deswegen soll die Entwicklung hochwertiger, kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien gefördert und der Deutsche Computerspielpreis aufgewertet werden.“

Sonderausschuss: “CounterStrike” ersetzt Schießplatz!
Die haben doch echt den Verstand verloren!

♦ Was für ein Lacher: Die hessische Polizei hielt es für eine gute Idee, Daily Soaps einzusetzen, um gegen „Killerspiele“ vorzugehen:

“Das „einfache“ verbieten von sogenannten Killerspielen, ist jedoch im Sinne des Jugendschutzes nicht zielführend. (…) Es bleibt festzustellen, dass einzelne Maßnahmen nicht die Wirkung des Jugendmedienschutzes fördern. Es bedarf (…) Zusammenarbeit mit Fernsehproduzenten (Daily Soap) zur Sensibilisierung für Belange der Prävention.”

Dass in diesem Bericht Grossmann für die Belege herhalten muss, entlarvt das Dokument so oder so als Müll. (gefunden über)

♦ Das fröhliche Bescheissen geht weiter: Die Finanzminister der Länder müssten dringend, so die Meinung, mehr Geld für Bildung ausgeben. Damit sie das nicht tun müssen, machen sie einfach folgendes: Sie nehmen bisher unbedachte Kosten in die Statistik auf, sodass die Ausgaben nicht mehr zu niedrig sind. Die Folge: Statistisch ist die Sache durch; es wird kein weiterer Cent fließen.

Apple hat sich Werbung patentieren lassen, die ganze Funktionen des PCs deaktiviert. Damit man auch wirklich aufpasst? Wahnsinn!

♦ Ich hab‘ dafür keine belastbare Quelle, aber wenn ich mich richtig erinnere, hatte NTV das gemeldet. Guttenberg wird ja Verteidigungsminister. Wisst Ihr, was den dafür geeignet macht? Angeblich sollen seine Vorfahren gegen Hitler gekämpft haben. Das macht ihn glaubwürdig, hieß es. Genau! HAHA!

♦Versicherer dürfen weiter bei ihren Bilanzen schummeln.

♦ Die Polizei Englands lehnt Three-Strikes-Regelungen ab. Die Leute würden dann einfach ihre Daten verschlüsseln. – Dann könnte man da nicht mehr so einfach ran. Hihi …

Interessant: Je größer die britische DNA-Datenbank wird, je weniger Leute erwischen sie. Passt doch perfekt zu den katastrophalen Zahlen, wie viel Videoüberwachung bringt. Vielleicht merken die mal, dass das der falsche Weg ist.

♦Auch der frz. Verfassungsrat hat Three Strikes nun durchgewunken. Hoffen wir, dass unsere Politiker nicht mitbekommen, dass so was funktioniert: Wir legen ein schlechtes Gesetz einfach so oft vor, bis es akzeptiert wird. Beängstigend!

♦ Der Schweizer Nachrichtendienst bespitzelt 118000 (!) Menschen!

♦ Ein paar interessante Infos zum iranischen Atomprojekt.

♦ Israel will von uns Kriegsschiffe geschenkt bekommen.

♦ Ein US-Pilot hat einen eigenen Stützpunkt beschossen. Großes Kino!

♦ Was für ein geiles Video! Da fragt einer, warum ausgerechnet Schäuble kompetent ist. Die Merkel ist so hilflos! Und Seehofer lacht …

♦ Kleine Analyse einiger Punkte des Koalitionsvertrags …

Update: Heise hat sich das auch mal angeguckt. Die Zeit auch … Spiegel auch …

♦ Die Süddeutsche macht sich über die Ministerbesetzungen lustig. Unbedingt lesen! Ein Highlight:

Was Jung nun zum Arbeitsminister qualifiziere?, wird Merkel in der Pressekonferenz gefragt. Der Kanzlerin fällt spontan keine Antwort ein. „Das ist der, äh, …“ Sie schüttelt entnervt den Kopf. Plötzlich wirkt sie müde und abgespannt – und ringt sich dann zu ein paar dürren Sätzen durch: Jung sei ein Mann mit großen und breiten Erfahrungen und genau die brauche man im Arbeitsministerium. Er sei „fachlich“ und „menschlich“ dazu in der Lage, dieses Amt „mit Leben zu füllen“.

Hehe …

Passend dazu: Schäuble überwacht nun Banken

So lieb‘ ich die taz …

♦ Auch der Pandemie-Beauftragte der Bundesregierung ist nur ein Lobbyist. Kommentar dazu

Wie Hilfsorganisationen Gelder verschwenden … Zwei Zitate:

In einem Zelt, dass direkt neben dem Mitarbeiter-Swimmingpool der WFP-Zentrale stand (…)

Laut der Internetzeitung City Press, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die UN kritisch zu überprüfen, handelt es sich bei der Veranstaltung um eine der teuersten, die ein UN-Organ seit langem arrangiert hat. Sicherheitsmaßnahmen für die Ehefrauen, Auswahl und Flugtransport der Kinder und andere Kosten kosten Inner City zufolge rund 500 000 Dollar. Laut WFP waren es nur 219 000 Euro.

Widerlich!

US-Ölkonzerne sind entsetzt, dass die chinesische und europäische Konkurrenz Verträge mit dem Irak anstrebt. Und da die dort besser dastehen als die Amis, läuft das auch nicht schlecht.

♦ Wer sich gewundert hat, warum es zu einer Jamaika-Koalition kam: Hubert Ulrich und die FDP: Die Saarland-Connection
Das ist sicher kein Beweis, wirkt aber schon etwas merkwürdig.

♦ Die Grünen wollen sich nun mit den Linken auseinandersetzen. Die wissen schon ganz genau, dass es in 4 Jahren Rot-Rot-Grün geben könnte. Und was tut man nicht alles, wenn man regieren will.

Kurze Zusammenfassung, was die Koalition zu Internet- und Bürgerrechtsfragen plant …

Gulli bringt es auf den Punkt: Kaum Festlegungen bei Schwarz-Gelber Netzpolitik

Die Schnarrenberger hat aber auch keine wirklichen Ideen. Fefes Beitrag sagt alles …

Spannend:

Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in der Europäischen Union will im Streit um die Aussperrung notorischer Urheberrechtsverletzer vom Internet selbst einen gemäßigten Paragrafen zum Grundrechtsschutz nicht akzeptieren.

♦ Mal ein besonders krasser Fall, der zeigt, warum das Patentrecht absurde Formen angenommen hat …

Ökonomen zerpflücken Steuerversprechen

Wie gefährlich aber diese Kombination aus Steuergeschenken und Schuldenbremse ist, hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger schon vor Monaten in seinem Buch „Ist der Markt noch zu retten?“ beleuchtet: Ab Mitte des Jahrzehnts drohe eine Art „Mager-Staat“, schreibt er. Wenn die Regierung den Staatshaushalt nicht schnell konsolidiere, würden dem Steuerzahler ab 2016 abrupte, einschneidende Sparmaßnahmen zugemutet.

♦ Ich weiß gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll:

Inzwischen hat die Bundesregierung auf die Kritik reagiert, dass dies zu schematisch sei. Sie nahm eine Sonderauswertung der EVS-Studie vor, die ergab, dass die Sätze überwiegend bedarfsgerecht, teilweise sogar einige Euro zu hoch sind. „Damit haben wir erstmals einen kindspezifischen Bedarf ermittelt“, sagte Staatsekretär Scheele.

Im Jahre 2009 hat die Regierung erstmals den kindsspezifischen Bedarf ermittelt? ERSTMALS!!! Und das verkaufen die als Erfolg! Eine absolute Schande ist das.

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